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02.03.26

Fastenzeit und Autophagie

Die Fastenzeit hat eine lange kulturelle Tradition und wird heute auch im Rahmen moderner Konzepte wie Intervallfasten wieder bewusst aufgegriffen. Neben persönlichen oder religiösen Motiven interessiert sich auch die Wissenschaft zunehmend dafür, was während Phasen des Nahrungsverzichts im Körper geschieht.

Im Zentrum dieser Forschung steht die sogenannte Autophagie, ein natürlicher Prozess im Zellstoffwechsel. Dabei bauen Zellen eigene, nicht mehr benötigte oder beschädigte Bestandteile ab und führen sie dem Stoffwechsel erneut zu. Dieses „Recyclingprogramm“ ist Teil der normalen Zellfunktion und wurde 2016 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin gewürdigt, nachdem die grundlegenden Mechanismen der Autophagie entschlüsselt werden konnten. In der Forschung wird zudem untersucht, wie sich dieser Prozess im Laufe des Lebens verändert und wie Zellen auf unterschiedliche Stoffwechselzustände, etwa während Phasen des Fastens, reagieren.

Auch Spermidin wird in diesem Kontext erforscht. Die natürlich vorkommende Substanz ist Bestandteil menschlicher Zellen und kommt zudem in bestimmten Lebensmitteln vor. Studien beschäftigen sich mit der Rolle von Spermidin im Zusammenhang mit autophagiebezogenen Prozessen und ordnen es damit in die breitere Forschung rund um Fasten, Zellstoffwechsel und Longevity ein.

Weitere Informationen zu Spermidin finden Sie hier.